Forschungsprojekte am Institut

Aktuelle Forschungsprojekte

Moritz Schlick Gesamtausgabe. Nachlass und Korrespondenz (Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern, 2011-2030)

Beendete Forschungsprojekte

Lebensgefühl und Politik in MV (Forschungsfonds MV, 2012-2014)

Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenchaften: Morphologie und kognitive Neurowissenschaften im Wandel (Forschungsfonds MV, 2012-2014)

Transformationen und integratives Potential der wissenschaftlichen Philosophie (DFG, 2011-2013)

GoodOD - Good Ontology Design (DFG, 2010-2013)

Moritz Schlick und Friedrich Nietzsche. Zu den Quellen und der Entwicklung einer unbekannten Rezeptionsgeschichte (Thyssen, 2009-2011)

ExCell (EFP MV, 2009-2011)

Ursprünge und Entwicklung der wissenschaftlichen Philosophie (DFG, 2008-2011)

Tagungen am Institut

Aktuelle Tagungen
Deutungsmacht von Zeitdiagnosen (25.-27.1.2018)

Deutungsmacht von Zeitdiagnosen (25.-27.1.2018)

Zeitdiagnosen spielen eine große Rolle beim Verständnis von Lebenswelt, Kultur, Gesellschaft  – vielleicht sogar von Naturentwicklungen. Mit Begriffen wie „postfaktisch“, dem Wort des Jahres 2016, oder den häufig angeführten „alternativen Fakten“ zeigen in diesen Tagen Gegenwartsdiagnosen ihren Einfluss. Wie Zeitdiagnosen und Deutungsmacht zusammenhängen, ist jedoch weitgehend unerforscht. Was in Hegels Parole „Philosophie ist ihre Zeit in Gedanken gefasst“ noch unproblematisch erscheint, ist heute methodisch nicht nur für die Philosophie umstritten. Zeitdiagnosen nehmen zwar auf Fakten Bezug, gehen darin jedoch nicht auf.

Wie werden Deutungen der Zeit mächtig? Welche bedeutenden oder unbedeutenden Funktionen spielen Zeitdiagnosen? Lassen sie sich verifizieren oder falsifizieren – und wie unterscheiden sich akzeptable und inakzeptable Diagnosen? Welche Rolle spielen Medien? Gleichen Zeitdiagnosen medizinischen Diagnosen? Wie unterscheiden sie sich von Theorien, etwa der Gesellschaft?

Die Tagung setzt sich mit den Herausforderungen des Postfaktischen als Beispiel einer gegenwärtigen Zeitdiagnose ebenso auseinander wie mit wirkmächtigen Zeitdiagnosen früherer Jahrzehnte. Sie versteht sich als Beitrag zur Erforschung von Deutungsmacht.

Näheres finden Sie hier.

Die Macht der Atmosphären (13.-15.4.2018)

XXVI. Symposion der Gesellschaft für Neue Phänomenologie zum Thema "Die Macht der Atmosphären" (13.-15.4.2018)

Das Restaurant hat eine angenehme Atmosphäre, im Stadion herrscht eine mitreißende Atmosphäre, das Gespräch fand in einer kühlen Atmosphäre statt, diese Familie lebt in einer harmonischen Atmosphäre, im Urlaub stimmte die Atmosphäre, auf der Feier brach eine alberne Atmosphäre aus, im Raum verbreitete sich eine bedrückende Atmosphäre des Schweigens...

Wo immer man hinsieht, sind Atmosphären ein bestimmendes Element, vielleicht sogar das Wichtigste im menschlichen Leben. Wir suchen sie und wir meiden sie, und doch wissen wir kaum etwas über sie. Dass  Atmosphären nicht nur in der Lebenspraxis, sondern auch als Gegenstände der Philosophie  ernstgenommen werden, ist ein zentrales Anliegen der Neuen Phänomenologie. 

„Die Macht der Atmosphären“ – hier geht es nicht einfach um eine Beschäftigung mit Atmosphären schlechthin, sondern vor allem um deren Macht über Menschen. Wie wirken Atmosphären, wie lassen sie sich beschreiben? Kann man sie beeinflussen – und sollte man sie beeinflussen, falls dies geht? Welchen Atmosphären können wir uns nur schwer entziehen? Wie ausgeliefert sind wir ihnen? Was machen sie mit uns? Können Atmosphären überhaupt Macht haben? Wie wichtig die philosophische Erforschung der Atmosphären ist, zeigt sich, wenn sie auf Kollektive wirken, etwa in Panik, kollektivem Zorn, gemeinsamem Eifer und Freude, die sich in Jubel entlädt. Das Atmosphärische des Gefühls ist zwar erst teilweise erforscht, wird und wurde jedoch im Umgang mit ihm privat und öffentlich umfassend ausgenützt, z. B. in der Politik, in der Werbung, in Zeremonien von Institutionen, im Theater und in der Literatur. Universal verbreitet ist diese Nutzung als Kultur der Gefühle im umfriedeten Raum einer Wohnung. Die Tagung soll dazu beitragen, die Bedeutung der Atmosphären im Gefühlsraum auch theoretisch zu verdeutlichen.

Näheres dazu können Sie hier erfahren.

Zukunftsbilder im Spiel (16.-17.8.2018)

Zukunftsbilder im Spiel (16.-17.8.2018)

Das US-Militär testet seit einigen Jahren das HULC-Exoskelett, wir nutzen wie selbstverständlich Touchscreen-Technik und Spracheingabe und sehen uns zunehmend mit autonomen Fahrzeugen, Maschinen und digitalen Agenten konfrontiert - wir umgeben uns mit Technik, die ursprünglich in Computerspielen, Science-Fiction-Literatur und -filmen erfunden wurde und Wirklichkeit geworden ist. Die technischen und sozialen Utopien von Francis Bacon über Ernest Callenbach bis hin zu Star Trek und Anno 2070 enthalten offenbar Elemente, die das Potenzial haben, wirklich zu werden und unsere Welt grundlegend zu verändern. Gleichzeitig werden für das Programmieren von PC- und Videospielen immer häufiger Wissenschaftler zu Rate gezogen, die der fiktiven und kontrafaktischen Welt einen Hauch Realität verleihen sollen: Für Anno 2205 haben NASA-Experten skizziert, wie eine mögliche Besiedlung und Ausbeutung des Mondes aussehen könnte, ganze Sprachen in Filmen und Videospielen werden von Linguisten erfunden und historische Spiele von Geschichtswissenschaftlern geprüft. Das Spiel soll möglichst wahr sein - und bezieht sich zur Authentizitätssteigerung nicht selten auf historisch verbürgte Ereignisse.

Beide Tendenzen münden schließlich in die Virtual Reality und Augmented Reality - die hybride Form von Wirklichkeit, die gleichzeitig Als-ob und Realität sein kann. Immersion lässt die Grenzen zwischen beiden Welten immer mehr schwinden - und kann sogar Seekrankheit auslösen.

Welche Bedeutungen haben spielerische Utopien für die Entwicklung von technischen und sozialen Neuerungen? Wie wird Zukunft in Computerspielen antizipiert? Welche früher vorweggenommenen gesellschaftlichen, biologischen und technischen Phänomene sind mittlerweile Realität? Und welche Erzähl-, Gameplay- und Darstellungsformen sind zukünftig zu erwarten, wenn Spiel und Wirklichkeit immer mehr verschwimmen?

Näheres zur Tagung und den Call-for-Papers finden Sie hier.

Frühere Tagungen

„Methodenvielfalt und Binnendifferenzierung im Philosophieunterricht“ (Philosophielehrerinnentag, 30.09.2017)

"Sollten wir nicht alle mehr spielen?" (Reihe "Wissen im Gespräch"; 2. Mai 2017)

Symposion zum Thema "Heimat" (21.-23. April 2017)

"Dimensionen der Moral im Spiel" (13.-14. August 2016)

Tagung "Religiöse Erfahrung" (8.-10. April 2016)

5. Internationales Moritz-Schlick-Symposion (26.-28. November 2015)

Macht und Reflexion - "Forum für Philosophie" der Deutschen Gesellschaft für Philosophie vom 8. bis 10. Oktober 2015


Forschungsstellen

Am Institut für Philosophie der Universität Rostock gibt es zwei prominente Forschungsstellen:

Moritz-Schlick-Forschungsstelle

Hermann-Schmitz-Forschungsstelle