Fachdidaktik Philosophie

Das Team der Fachdidaktik am Institut für Philosophie wird von Herrn Dr. Christian Klager geleitet und bietet Seminare, schulpraktische Übungen (SPÜ), Praktika, Konsultationen und Workshops für das Lehramtsstudium (Philosophiefachdidaktik) und BA-Studium (Vermittlungskompetenz) an.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Klager. Für Neuigkeiten und Ankündigungen rund um die Philosophiedidaktik am Institut für Philosophie der Universität Rostock folgen Sie auch auf Twitter: twitter.com/drchklager

In der folgenden Übersicht sehen Sie Hinweise, aktuelle Vorhaben und Projekte der Philosophiedidaktik. Als Studentin und Student finden Sie hier auch Prüfungshinweise und Praktikumsinformationen.

Informationen und Dokumente

Schulpraktische Übungen (SPÜ)

Eine Besonderheit der universitären Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Mecklenburg-Vorpommern ist der konsequente praktische Transfer von fachdidaktischer Theorie in die Schule. Die Studierenden der Philosophiedidaktik erhalten bereits im Grundstudium die Möglichkeit einer betreuten Lehr-Lern-Situation in SPÜ und üben sich in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung philosophischer Bildungsprozesse in der Schule. Zumeist im Sommersemester finden SPÜ unter Betreuung durch Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Philosophie statt; die Termine werden vorher veröffentlicht. Eine Anmeldung zu den SPÜ erfolgt ausschließlich persönlich in den Sprechstunden von Herrn Dr. Klager. Die Voraussetzung dafür ist das Bestehen des Moduls "Einführung in die Philosophiedidaktik".

Neben dem üblichen Turnus der SPÜ im Sommersemester bietet das Institut für Philosophie im WS 2018/2019 zusätzlich weitere SPÜ an Rostocker Schulen an. Die Voraussetzung für die Teilnahme ist die bestandene Modulprüfung in der "Einführung in die Philosophiedidaktik". Melden Sie sich für die SPÜ bis zum 26. Juli 2018 in einer Sprechstunde bei Herrn Dr. Klager an.

Schulpraktikum

Das Schulpraktikum (Hauptpraktikum) wird absolviert, um praktische Einblicke in das didaktische und pädagogische Handeln in der Schule zu gewinnen. Dafür wird vorrangig Unterricht beobachtet, beurteilt, selbst geplant und hinsichtlich der Erreichung seiner Ziele ausgewertet, aber auch außerunterrichtliche Aktivitäten in der Schule (Projekte, Exkursionen, Eltern- und Schülerabende, Theateraufführungen etc.) gehören zum Gegenstand des Schulpraktikums.

Wichtige Hinweise zu den Formalia des Praktikums finden Sie in der aktuellen Praktikumsordnung. Darin werden auch die verpflichtenden Stundenzahlen aufgelistet, die tabellarisch gesammelt und von der Praktikumsschule bestätigt werden müssen (Hospitationen und Teilnahmen sowie eigener Unterricht).

Ein Praktikum mit dem Schwerpunkt in der Philosophiedidaktik zu absolvieren, heißt nicht, dass nur Philosophie unterrichtet und ausgewertet werden soll - beide Fächer sind gleichrangig zu betrachten. Die theoretischen und praktischen Fragen und Überlegungen der Eingangs- und Abschlussreflexion sollten hingegen spezifisch philosophiedidaktisch sein.

Praktikumsbericht/Praktikumsdokumentation

Auf der Grundlage der Praktikumsordnung ist ein Bericht zum absolvierten Schulpraktikum zu verfassen. In diesem sollte, neben den allgemeinen Anforderungen, ein bestimmter (frei wählbarer) philosophiedidaktischer und/oder pädagogischer Aspekt von Unterricht bedacht und unter einer erkenntnisleitenden Fragestellung untersucht und eingehend reflektiert werden. Unter dieser Fragestellung sollten die Hospitationen ausgewertet und der eigene Unterricht abschließend kritisch beurteilt werden. Ein erst gemeinter Literatur lautet: Kretschmer, Horst; Stary, Joachim: Schulpraktikum. Eine Orientierungshilfe zum Lernen und Lehren. Berlin 1998 (und folgende Auflagen).

Inhalte (und zugleich Beurteilungskriterien):

  • Einführung in das Selbstverständnis im Praktikums und Erläuterung des eigenen Schwerpunktes (erkenntnisleitende Fragestellung) mit Bezug auf pädagogische/philosophiedidaktische Fachliteratur
  • Reflexion über das beobachtet Verhalten der Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler im Allgemeinen und über Besonderheiten der Praktikumsschule (sofern diese relevant für die erkenntnisleitende Frage sind)
  • Darstellung und Auswertung von mindestens drei exemplarischen Stunden der Hospitation mit Bezug auf die eigene erkenntnisleitende Frage
  • zusammenfassende Reflexion der Hospitationen unter Beachtung der erkenntnisleitenden Fragestellung und unter Bezugnahme auf pädagogische/philosophiedidaktische Fachliteratur
  • detaillierte Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsversuchen (Langentwurf und Reflexion mit konstruktiven Überlegungen zur Verbesserung des Unterrichts) aus den verschiedenen Fächern (siehe Tabelle unten)
  • Berichte und Reflexionen zu den außerunterrichtlichen Tätigkeiten mit Bezug auf die auf die eigene erkenntnisleitende Frage
  • Verfassen einer Rezension einer aktuellen pädagogischen/philosophiedidaktischen Publikation in Beziehung zum Praktikum respektive zur erkenntnisleitenden Fragestellung
  • abschließendes kritisches Resümee über das Praktikum, die Unterrichtsversuche und die Entwicklung des Selbstverständnis' im Praktikum
  • konstruktive Überlegungen zur Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten

Downloads

Hinweise für Studiengänge ab 2012

Hinweise für Studiengänge ab 2000 bis 2012

Tutorienprojekt

Immer im Wintersemester führen erfahrene Studentinnen und Studenten in Tutorien die neuen Erstsemester in das philosophische Arbeiten ein. Kombiniert mit den Vorlesungen "Disziplinen der Philosophie" und "Sprache, Logik, Argumentation" vervollständigen diese Übungen das propädeutische Modul. Für die Studienanfänger bieten diese Tutorien die Chance, Informationen aus erste Hand zu erhalten und Kompetenzen in flachen Hierarchien zu erwerben. Die Tutorinnen und Tutoren sammeln wertvolle Lehrerfahrung und arbeiten an ihrem eigenen didaktischen Können und pädagogischem Selbstverständnis. Die Tutorien richten sich daher an alle Studierenden - im BA als Praktikum für das VK-Modul und im Lehramt als willkommene Übung für philosophische Bildungssituationen.

Prüfungshinweise - Examen Philosophiedidaktik

Die Examensprüfungen in der Philosophiedidaktik erfolgen nach einer Anmeldung beim Prüfungsamt und bei den beiden Prüfern. Für die mündliche Prüfung gelten die folgenden Modi: Zwei Wunschthemen der Philosophiedidaktik werden nach individuellem Interesse mit dem Prüfer vereinbart (Beispielthemen können Sie hier herunterladen); zu jedem Thema wird ein Thesenpapier mit zwei Thesen und sämtlicher gelesener Literatur verfasst und dem Prüfer spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin im PDF-Format zugesendet. Zu jedem Thema wird zudem eine didaktisch-methodisch relevante Anwendungssituation vorbereitet, die in der Prüfung besprochen wird (z. B.: Arbeitsblatt, Aufgabenstellungen, Bildbeispiele, Gedankenexperimente, Textauszüge, Musikbeispiele etc.). Von beiden Themen wird in der Prüfung per Los eines ausgewählt, das zum Hauptgegenstand der Prüfung wird. Darüber hinaus werden das zweite Thema und weitere theoretische und anwendungsbezogene fachdidaktische Fragen und Probleme am Rande diskutiert. Eine Übersicht über Mindeststandards der Prüfung können Sie hier herunterladen.

Konsultation

Am 14. Juni 2018 fand eine Konsultation zu den Staatsprüfungen im Fach Philosophie und in der Fachdidaktik der Philosophie statt, in der wesentliche Anforderungen und der Ablauf von mündlichen und schriftlichen Prüfungen im (alten und neuen) 1. Staatsexamen besprochen wurden. Die Präsentation dieser Veranstaltung können hier herunterladen.

Methodenüberlebenskoffer (MÜK)

Der Methodenüberlebenskoffer (MÜK) wurde in den Jahren 2007-2014 von Studierenden der Vermittlungskompetenz und Philosophiefachdidaktik zusammengestellt und erarbeitet. Der MÜK umfasst grundlegende, methodische Überlebenstipps für das Arbeiten an der Universität. Die 20-teilige Grundausrüstung richtet sich an alle Studierenden der Philosophie und soll den Start in das Studium erleichtern. Der MÜK versteht sich prozessorientiert und erlaubt individuelle Ergänzungen. Die zusammengefassten Tipps und Hinweise sind jedoch – gerade in Bezug auf Formalia von Hausarbeiten oder Essays und das Zitieren – für das Studium der Philosophie als wichtig anzusehen. Diese Sammlung ersetzt nicht das Nachfragen und Nachdenken; wenn Formalia, Methoden oder Inhalte unklar erscheinen, sollten DozentInnen und TutorInnen um Rat gefragt werden. Der MÜK kann hier heruntergeladen werden.

PhilosophielehrerInnentag

Zusammen mit dem Fachverband Philosophie e. V. richtet das Institut für Philosophie der Universität Rostock seit zehn Jahren den PhilosophielehrerInnentag in Mecklenburg-Vorpommern aus.

Am 30. September 2017 fand der letzte PhilosophielehrerInnentag des Fachverbandes Philosophie M-V in Zusammenarbeit mit dem Institut für Philosophie der Universität Rostock auf dem Ulmencampus (Ulmenstraße 69) in Rostock statt. Zum Thema „Methodenvielfalt und Binnendifferenzierung im Philosophieunterricht“ wurden neben einem Eröffnungsvortrag sechs Workshops angeboten, die unterschiedliche Methoden des Philosophierens vorstellten und praktisch vermittelten. Dabei standen die Schwierigkeiten eines binnendifferenzierten Unterrichts und probate Lösungsmöglichkeiten im Vordergrund der Fachtagung.

Der nächste PhilosophielehrerInnentag ist für das Jahr 2019 zum Thema "Philosophieren mit Kindern" geplant. Haben Sie konkrete Themenvorschläge oder möchten Sie sich beteiligen? Nehmen Sie gern Kontakt zu Dr. Christian Klager auf!

Schulwettbewerbe für Philosophie
 

Am Institut für Philosophie finden regelmäßig Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler im Fach Philosophie statt. Von 2009 bis 2012 erfolgte unter der Leitung von Dr. Christian Klager ein vierteiliger Literaturwettbewerb mit großer Resonanz an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Bewerben konnten sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9/10 und 11/12 mit selbst verfassten literarischen Texten zu philosophischen Themen. Folgende Themen wurden ausgeschrieben:

  • 2009 „Was wird der Mensch?“
  • 2010 „Wozu streben?
  • 2011 „Was ist wirklich wirklich?“
  • 2012 „Was würde ich tun, wenn ich mich unsichtbar machen könnte?“

In den vier Jahren erfolgten einige hundert Einsendungen, die in einer Prämierung der besten Arbeiten in vier Lesungen in der Hansestadt Rostock mündeten. Im Peter-Weiß-Haus und in der Stadtbibliothek präsentierten die jungen Autorinnen und Autoren ihre vielseitigen Texte einem sehr interessierten Publikum.

 

Im Jahr 2017 gab es einen Kunstwettbewerb. Nähere Informationen zum Verlauf können Sie auf der Homepage der Studierenden erhalten, die diesen mit Dr. Christian Klager zusammen organisiert haben: http://philosophie-kunst.blogspot.de/

Kernfrage des Kunstwettbewerbs war "Kann Kunst philosophisch sein?". Dazu waren alle Schülerinnen und Schüler aller Schularten in Mecklenburg-Vorpommern eingeladen, ihre Antwort in Form von Gemälden, Zeichnungen, Radierungen, Plastiken oder Collagen einzusenden. Unter den vielen Beiträgen kürte eine Jury zehn ausgezeichnete Arbeiten, die zusammen mit zwanzig weiteren Exponaten im Rathaus der Hansestadt Rostock ausgestellt wurden. Diese Ausstellung ist noch bis zum 26. Januar 2018 in der Rathaushalle für Sie zu sehen.

 

Philosophieren in der Kinderuni

Quelle: Ostseezeitung vom 24. Mai 2018

Fachverband Philosophie M-V

Der Fachverband Philosophie e. V. vertritt auch in Mecklenburg-Vorpommern die Interessen der Philosophielehrerinnen und -lehrer. Hier kommen sie zu seiner Homepage.