MSGA I/5

Rostock, Kiel, Wien. Aufsätze, Beiträge, Rezensionen 1919 - 1925

 

2012 herausgegeben von Edwin Glassner und Heidi König-Porstner.

 

Der vorliegende Band vereint siebenundzwanzig vorwiegend naturphilosophische Publikationen von Moritz Schlick, deren thematische Bandbreite von der Relativitätstheorie über die Anfänge der Quantenphysik bis hin zu biologischen Themen reicht. Schlicks Schriften zur Relativitätstheorie, die in kontinuierlichem Austausch mit Albert Einstein entstanden sind, kommt hier besondere Bedeutung zu. Neben seiner Auseinandersetzung mit neukantianischen und positivistischen Deutungen (namentlich den Schriften Ernst Cassirers, Hans Reichenbachs und Joseph Petzoldts), die das Kernstück etlicher der hier abgedruckten Arbeiten bilden, bezieht Schlick auch in den (um Einstein in den frühen 1920er Jahren entstandenen) „Relativitätsdebatten“ mit aller Entschiedenheit Stellung. Seine profunde Kenntnis des damaligen Forschungsstandes und der damit verbundenen philosophischen und kulturpolitischen Diskurse verleihen den hier abgedruckten Schriften auch einen eminent historischen Wert. Wesentlich ist es der philosophische Kern der Wissenschaften, der für Schlick eine besondere Bedeutung darstellte. Seine schon von Einstein als „meisterhaft“ gelobte Darstellungsweise erlaubt es, sich in den hier vorliegenden Texten unmittelbar mit deren philosophischem Gehalt vertraut zu machen.

 

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